Die Gemeinde Mauensee

Mauensee wird erstmals im Jahre 1178 in einem Urbar des Gotteshauses Engelberg erwähnt. Als eigentliches Entstehungsjahr der Einwohnergemeinde Mauensee kann 1831 bezeichnet werden, als sich Mauensee und Kaltbach von Knutwil lösten. Das Wahrzeichen der Gemeinde ist zweifellos das auf dem Mauensee stehende Schloss und die unverbauten Ufer des Sees.

Ein Dorf mit vier Teilen

  Mauensee grenzt insgesamt an sieben Gemeinden (Kottwil, Wauwil, Buchs, Knutwil, Sursee, Oberkirch und Grosswangen) mit einer gesamthaften Grenzlänge von  17.3 Kilometern. Ein Kuriosum bedeutet die Aufteilung in vier Postkreise, nämlich in 6216 Mauensee (Dorf und Bognau), 6212 St.Erhard (Kaltbach), 6210 Sursee (Chotten) und 6242 Wauwil (Faläsch mit Kaltbach-West). Die Gemeinde setzt sich aus vier Dörfern oder Weilern zusammen. Das Dorf Mauensee ist das Zentrum der Gemeinde.

Kaltbach wurde erstmals 1289 urkundlich erwähnt. Das „Dörfli“ Bognau, wurde  erstmals 1359 als „Bogenove“ erwähnt. Bei Kaltbach wird die Gemeinde Mauensee von der SBB durchfahren, hat aber keinen Bahnhof. Die Kantonsstrasse von Sursee nach Willisau durchschneidet das Dorf Mauensee. Auf dieser Strasse ist das Dorf mit den Rottal-Autobussen an den Öffentlichen Verkehr angeschlossen.

Durch den Strassenausbau mit Trottoir sowie Rad- und Gehweg hat sich das Ortsbild von Mauensee wesentlich verändert. Eine neue Mehrzweck- und Schulanlage, sowie die renovierte Rochuskapelle mit dem vorgelagerten Brunnen präsentieren ein herausgeputztes Dorf.

Das Wahrzeichen der Gemeinde stellt das idyllisch gelegene Schloss dar. Das herrschaftliche Schloss auf der südlich gelegenen Insel des Mauensees wurde 1605 bis 1607 durch den Surseer Schultheissen Michael Schnyder erbaut. 1942 erwarb der Luzerner Karl von Schumacher, Gründer der Weltwoche, das Schloss und gab ihm neuen Glanz. Heute ist es im Besitz von Herrn Uli Sigg, ehemaliger Schweizer Botschafter in China.

 

Die Kapelle in der Dorfmitte stand ursprünglich auf der Insel beim Schloss. Sie wurde erstmals im Jahre 1723 erwähnt. Am 30.Mai 1849 fielen sie und ein Teil des Dorfes einem Brand zum Opfer. Ein Jahr darauf wurde die Kapelle wieder aufgebaut. Nach einer gründlichen Renovation wurde sie am 21. August1977 festlich eingeweiht.

Hoffnungen vor der Jahrhundertwende, eine Bahnverbindung zwischen Sursee und dem Hinterland zu realisieren, mussten später wahrscheinlich aus finanziellen Erwägungen fallen gelassen werden. Im Jahre 1898 fand in Ettiswil eine Vertrauensmännerversammlung statt, welche die vom Surental herführende Eisenbahnlinie ins Luzerner Hinterland fortsetzen wollte. Man erwartete dadurch eine rasante Hebung des Wohlstandes der Bewohner einer ganzen Landesgegend. Der Kostenvoranschlag (er belief sich für diese Bahn von knapp zwölf Kilometern Länge auf 900'000 Franken) sowie die Pläne wurden vom Stände- und Nationalrat im Juni1899 genehmigt. Woran das Projekt schlussendlich doch noch scheiterte, konnte bis heute nicht eruiert werden.

Die Gemeine ist neu Online unter www.mauensee.ch
 

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